Wenn im Frühjahr die Tage langsam wieder länger und wärmer werden wird es Zeit, sich um den Garten zu kümmern. Vor allem der Rasen bedarf jetzt besonderer Pflege. Denn unter der Schneelast des Winters hat dieser oft ein wenig gelitten und anders als die Beete wird er regelmäßig betreten. Deshalb sind es vor allem die Grünflächen, denen Sie sich als Erstes widmen sollten.

Die Reste des Winters beseitigen

Gerade nach Wintern mit starkem Schneefall ist es besonders wichtig, sich unmittelbar nachdem der letzte Schnee geschmolzen ist, an die Pflege des Rasens zu begeben. Meist sind die einzelnen Gräser dann verklebt oder wurden teilweise durch Winterkrankheiten befallen und sind abgestorben. Der erste Schritt ist deshalb, mit dem Laubbesen oder auch einem Straßenbesen diese Folgen des Winters zu bearbeiten. Allerdings werden auf diese Weise lediglich die gröbsten Hinterlassenschaften der kalten Jahreszeit entfernt. Ab Mitte April sollten Sie daher den Rasen  vertikutieren. Wann mit dem Vertikutieren begonnen werden kann ist vor allem eine Frage des Wetters. Denn die vom Vertikutierer vorgenommenen senkrechten Schnitte in den Boden stellen einen massiven Eingriff in das Wurzelwerk der Gräser im Rasen dar. Bei ausreichend warmen Temperaturen sorgen diese Schnitte dafür, dass die Gräser neue Triebe entwickeln. Ist es dagegen noch zu kalt führt das Vertikutieren durch die Verletzung des Wurzelwerks zu einem vermehrten Absterben der Gräser im Rasen. Insofern sollte mit dem Vertikutieren lieber zu spät als zu früh begonnen werden.

Für eine gepflegte Rasenfläche sorgen

Richtig angewendet sorgt ein Vertikutierer für die Befreiung des Rasen von abgestorbenen Gräsern und vor allem für eine Beseitigung der im Rasen vorhandenen Moose. Damit die übrig bleibenden Gräser die Chance haben, die beschriebenen neuen Triebe optimal auszubilden, sollte mit dem ersten Düngen des Rasens bereits unmittelbar nach der oben beschriebenen Reinigung begonnen werden, spätestens aber zehn bis vierzehn Tage vor dem Vertikutieren des Rasens. Die Nährstoffe sind dann vom Boden bereits aufgenommen und stimulieren das neue Wachstum der Gräser. Der Vorgang des Vertikutierens führt unweigerlich dazu, dass Teile der Grasnarbe geschädigt werden. Diese Verletzungen verheilen bei vorher erfolgtem Düngen deutlich schneller. Wichtig ist außerdem, den Rasen nach dem Vertikutieren und dem Entfernen des Vertikutierguts zu mähen, um die Oberfläche des Rasens zu glätten. Das beim Vertikutieren abfallenden Grünzeug kann problemlos kompostiert werden.

Den Rasen richtig düngen

Eine weitere Frage im Rahmen des Rasenpflege ist Art und notwendige Menge des verwendeten Düngemittels. Hier sollte mit etwa 30 Gramm pro Quadratmeter Rasenfläche gerechnet werden. Wichtig ist außerdem, dass der Dünger stickstoffbetont ist. Weiterhin spielt auch der pH-Wert des Bodens eine Rolle. Hier kann durch Verwendung von Kalk eine Verbesserung herbei geführt werden. Bei stark nachlassender Grünfärbung des Rasens geht es vor allem darum, den Gräsern die notwendigen Nährstoffe zukommen zu lassen. Neben Stickstoff sind dies vor allem Phosphor und Kalium. Wichtig ist dabei, echten Rasendünger zu verwenden. Dieser zeichnet sich in der Regel durch seine Langzeitwirkung aus. Bei Verwendung von gärtnerischen oder landwirtschaftlichen Düngern besteht demgegenüber die Gefahr, dass diese lediglich einen kurzzeitigen Effekt haben. Das Ergebnis ist dann ein Überangebot an Nährstoffen im Boden. Dies hat gleich mehrere Folgen. Zum einen wird das Wachstum der Gräser kurzfristig stark angeregt und es entsteht eine große Menge an Schnittgut. Der Rasen muss entsprechend häufiger gemäht werden. Außerdem können nicht alle Nährstoffe aufgenommen werden. Diese werden entsprechend ausgeschwemmt und können, je nach Zusammensetzung des Düngers, zu einer Belastung des Grundwassers führen. Setzen Sie daher lieber auf bewährte reine Rasendünger wie den COMPO BIO Naturdünger für den Rasen.

Am Nachsähen führt oft kein Weg vorbei

Gerade bei Grünflächen, die länger keine intensive Pflege erhalten haben, kann es vorkommen, dass nach dem Vertikutieren großflächige braune Stellen entstehen bzw. Flächen mit nur geringem Grasbewuchs. In diesem Fall ist es wichtig, unmittelbar neuen Rasen auszusäen, um eine Ausbreitung von Unkraut auf den Grünflächen effektiv zu verhindern. Verwenden Sie hierzu einen Streuwagen und eine Rasenwalze, denn gerade bei der Aussaat von Rasen kommt es in entscheidender Form auf ein möglichst gleichmäßiges Säen an. Und außerdem möchten Sie sicher nicht, dass die Hälfte der von Ihnen ausgestreuten Samen später von Vögeln gefressen werden. Deshalb sollte der Rasensamen vorsichtig in den eingeharkt und anschießend gewalzt werden. Dann steht einem gesunden Wachstum der Gräser und einem entsprechend schönen Rasen im Sommer nichts mehr im Wege.