Dank seines hohen Gehalts an Nährstoffen und Spurenelementen ist Kompost, auch Rotte genannt, einer der besten Naturdünger. Er entsteht durch den Abbau organischen Materials unter dem Einfluss von Bodenlebewesen, Wasser und Luftsauerstoff. Die dabei entstehenden Zwischenprodukte werden zum Teil zu Humus umgewandelt, der sich perfekt zum Düngen sowie zur Reaktivierung des Bodens und der Verbesserung der Bodenqualität eignet. Entsprechende Hilfsmittel wie z.B. Behälter zum Kompostieren finden Sie in unserem Pflanzenversand TOM-GARTEN. Beim Anlegen und der Verwendung von Kompost sollten Sie jedoch einiges beachten, damit der Komposthaufen nicht zum Abfallhaufen mutiert.


Vorteile einer Kompostierung

Kompost verbessert die Struktur des Bodens, sodass dieser Wasser und Nährstoffe besser speichern kann. Schwere, lehmige Böden lassen sich durchlässiger machen und die Gefahr von Bodenerosion wird gemindert. Das wiederum kommt zahlreichen Pflanzenarten, die man auch in unserem Pflanzenversand erwerben kann, zugute. Sie werden widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und Schädlingen und mit allen wichtigen Nährstoffen und Spurenelementen versorgt. Durch die Kompostierung können Sie organische Abfälle effektiv nutzen und auf industriell hergestellten Dünger weitestgehend verzichten.


Was kann auf den Kompost und was nicht?

Nicht alles, was organischen Ursprungs ist, sollte auch auf dem Kompost landen. Grundsätzlich können Sie organische Abfälle aus dem Garten und ein Großteil aus der Küche auf den Kompost. Gartenabfälle sind beispielsweise Baum-, Strauch- undRasenschnitt, Sägemehl, Laub, Obst-, Gemüse- und Pflanzenreste. Aus der Küche können Sie Obst- und Gemüseabfälle, Kaffee und Tee samt Filter, Schnittblumen, ungeziefer- und schädlingsfreie Topfpflanzen, alte Blumenerde und sogar Taschentücher, Küchenpapier und Pappe kompostieren.

Nicht auf dem Kompost gehören kranke oder von Schädlingen befallene Pflanzen- oder Pflanzenteile, gespritzte Bananenschalen und Zitrusfrüchte. Das gilt auch für Katzenstreu, Staubsaugerbeutel, gekochte und gesalzene Essensreste, Asche und tierische Abfälle wie Knochen, Fleisch- oder Wurstreste, die könnten Mäuse und Ratten anlocken. Das Glas, Kunststoffe, Metalle, Medikamente und Chemikalien nichts auf dem Kompost verloren haben, versteht sich von selbst. Neuerdings wird auch von Eierschalen abgeraten, weil die Gefahr besteht, dass Fliegen mögliche Salmonellen vom Kompostauf Lebensmittel im Haus übertragen können.


Kompost richtig anlegen

Der richtige Standort ist Grundvoraussetzung für eine perfekte Kompostierung. Dieser sollte weder in einer Senke noch in praller Sonne oder komplett im Schatten stehen. Der Boden sollte nicht staunass, von allen Seiten gut zugänglich und nicht windstill sein. Ideal ist ein Platz im Halbschatten bzw. im Schutz hoher Bäume oder einer Hecke.

Ein Komposthaufen wird in einzelnen Lagen aufgeschichtet. Die Unterste kommt direkt auf den Gartenboden. Schichten Sie grobe Abfälle, wie zerkleinerten Strauch- oder Heckenschnitt etwa 30 cm auf, um eine gute Durchlüftung zu gewährleisten. Verwenden Sie bei geschlossenen Behältern einen sogenannten Kompoststarter als unterste Schicht. Beides erhalten Sie in unserem Pflanzenversand. Als Nächstes folgt eine 5-10 cm dicke Schicht Gartenerde oder reifer Kompost aus dem letzten Jahr, um Mikroorganismen und Kleinstlebewesen zuzuführen.

Nun wechseln sich jeweils eine Lage trockenes Material, also Zweig- und Strauchschnitt mit einer Lage feuchtem Material ausRasenschnitt, Laub oder Küchenabfällen ab. Geben Sie alle 20-30 cm etwas stickstoffhaltigen Dünger z.B. in Form von Hornspänen oder eines Kompoststarters, den wir in unserem Pflanzenversand ebenfalls anbieten dazu. Schichten Sie nicht höher als 120 cm auf und schließen Sie mit einer Schicht aus Stroh, Laub oder Rasenschnitt ab. Nach etwa drei Monaten sollten Sie den Haufen umsetzen, was die Duschlüftung verbessert und den Reifeprozess unterstützt. Dabei wird das Material am Rand nach innen und das Innere nach außen umgeschichtet.


Verwendung nach Reifegrad

Die Art der Nutzung richtet sich nach dem Rottestadium. Man unterscheidet zwischen Frisch- und Reifkompost. Drei Monate nach dem Ansetzen können Sie ihn als Frischkompost nutzen. Verwenden Sie Frischkompost nicht für Wurzelgemüse und arbeiten Sie ihn nicht in den Boden ein. In diesem Rottestadium eignet er sich lediglich für eine obere Mulchschicht. So können Sie Kohl, Salate, Karotten sowie Sträucher, Obstgehölze und Hecken mit Frischkompost in Form von Mulch düngen. Für Tomaten, Rasenflächen und Blumenbeete ist Frischkompost nicht geeignet. In unserem Pflanzenversand TOM-GARTEN bieten wir ein umfangreiches Angebot an entsprechenden Samen und Pflanzen.

Nach etwa 1 Jahr spricht man von reifem Kompost. Wartet man zu lange, leidet die Qualität. Ausgereift riecht er angenehm nach Waldboden, hat eine krümelige Struktur und eine dunkle Färbung. Da er sehr nährstoffreich ist, sollten Sie ihn nicht in zu großen Mengen ausbringen. Eine Bodenuntersuchung im Vorfeld kann vor einer Überdüngung schützen. Vor dem Ausbringen wird das Ganze gesiebt. Nun können Sie Gemüsekulturen mit durchschnittlich 1-3 l Kompost pro Quadratmeter und Gehölze, Stauden und Rasen mit 1-2 l pro Quadratmeter düngen.


Worauf grundsätzlich zu achten ist

Verwenden Sie zum Kompostieren keine geschlossenen Behälter. In einem speziellen Kompostierer aus unserem Pflanzenversand wird das Material rundum gut belüftet. Wichtig ist zudem ein direkter Erdkontakt, um Kleinstlebewesen den Zugang zu ermöglichen. Die unterste Schicht muss aus grobem Material bestehen. Stickstoffdünger oder Kompoststarterkönnen zusätzlich den Reifeprozess unterstützen. Die Rotte sollte weder zu nass noch zu trocken sein. So können Obst- undGemüsepflanzen, Sträucher, Gehölze und Blumen, die Sie in unserem Pflanzenversand TOM-GARTEN in unterschiedlichen Sorten, Farben und Formen bekommen, ihre ganze Pracht entfalten und eine reiche Ernte hervorbringen.