Fast jedes Kind kennt die kleinen roten Glückskäfer mit den schwarzen Punkten. Marienkäfer sind beliebt und bereits die jüngsten Gärtner können die Nützlinge bereits von Weitem erkennen. Weltweit sind etwa 4500 verschiedene Arten von Marienkäfer bekannt. Ungefähr 80 davon leben in Deutschland, wovon sich die Hälfte der gepunkteten Gesellen ausschließlich von Blattläusen ernährt. Dabei sind die kleinen Käfer auch keinesfalls nur rot-schwarz, denn die Färbung variiert zwischen den verschiedenen Marienkäferarten. Die zur Familie der Coccinellida gehörenden Nützlinge sind nur wenige Millimeter lang. Doch die geringe Größe des Käfers sollten Sie keinesfalls unterschätzen. In unserem Gärten und Blumenkästen leisten die kleinen Insekten eine wirksame Hilfe zur Schädlingsbekämpfung. Die Nützlinge machen auch den Einsatz chemischer Insektizide überflüssig. Wer auf die Hilfe der halbkugeligen und farbenfrohen Käfer setzen möchte, sollte ihnen einen schützenden Lebensraum, wie beispielsweise mit einem Insektenhotel aus unserem Pflanzenversand, im Garten bieten.

Nimmersatter Nachwuchs

Ein reger Appetit und Heißhunger sind die Markenzeichen vom Nachwuchs der Marienkäfer. Während des etwa 2 bis 3 Wochen andauernden Larvenstadiums fressen die Nachkommen des Marienkäfers bis zu 1300 Läuse. Den volkstümlichen Namen "Blattlaus-Löwe" tragen die 1,5 bis 8 mm großen Larven deswegen keinesfalls zu Unrecht. Ein Käfer ist in der Lage, mehrere Tausend Läuse innerhalb seines 2 bis 3jährigen Lebens zu vertilgen. Dabei besteht die Nahrungsquelle der kleinen Schädlingsbekämpfer jedoch nicht nur aus Blattläusen. Auch Spinnmilben, Wollläuse, Schildläuse und Blattflöhe stehen bei einigen Arten auf dem Speiseplan. Die im Herbst befruchteten Käferweibchen gehen im Frühjahr bei der Eiablage oft strategisch vor. Das Gelege von 10 bis 20 Eiern wird dabei gezielt in der Nähe von Lauspopulationen abgelegt. Gepunktete Nützlinge, welche auch Schildläuse zum Fressen gern haben, legen die Eier sogar direkt unter den Schilden dieser Schädlinge ab. Etwa 8 Tage später schlüpfen die gefräßigen Zeitgenossen und beginnen mit ihrem Festmahl.

Der ideale Lebensraum

Marienkäfer sind äußerst wärmeliebende Insekten. Wenig verwunderlich, dass sie an kühlen Frühlingstagen nur selten anzutreffen sind. Erst wenn die Temperaturen klettern, steigt der Appetit der Nützlinge. Die kleinen Insekten können in puristisch gestalteten Ziergärten ebenso wirksam eingesetzt werden wie in naturnahen Bauerngärten. Damit die gepunkteten Glücksbringer jedoch auch dauerhaft zu Gast sind, bedarf es einiger Vorbereitung. Ein Insektenhotel beispielsweise bietet den Käfern ein ideales Versteck. Naturbelassene Ecken im Garten, wie etwa ein modriger Baumstumpf, Wildkräuter oder Brennnessel sind ebenfalls ein bevorzugter Rückzugsort. Wer ausreichend Grünfläche zur Verfügung hat, sollte einige Flecken davon zum Schutz des Käfers und anderer nützlichen Insekten vollständig der Natur überlassen. Hier dürfen sich auch Blattläuse und Co ungestört und frei von Insektiziden entwickeln. In dieser natürlichen Umgebung gelingt auch die Überwinterung der fleißigen Schädlingsbekämpfer. Die kalte Jahreszeit überstehen die Nützlinge dicht zusammengedrängt unter Heckenschnitt, Laub- oder Steinhaufen oder auch unter Grasbüscheln und in Mauerritzen. Wenn vorhanden, wird auch ein Insektenhotel zu diesem Zweck dankbar angenommen.

Marienkäfer mit Pflanzen und Insektenhotel ködern

Der Siebenpunkt, die wohl bekannteste Marienkäfer-Art in Deutschland, jagt gerne auf Johannisbeer- und anderen niedrig wachsenden Gehölzen. Wenn Sie in bestimmten Gartenbereichen vermehrt Probleme mit Blattläusen haben, sollten Sie in direkter Nähe auch Gewächse wie Klatschmohn, Kosmee, Strandflieder, Steinkraut, Schafgarbe, Ringelblume, Dill, Fenchel, Kümmel, Kamille, Schnittlauch, Echter Koriander und Löwenzahn pflanzen. Diese Grünzonen werden damit gleichzeitig auch für Marienkäfer interessant, bei welchen Blütenpollen auf dem Speiseplan stehen. In unserem Pflanzenversand erhalten Sie eine Vielzahl der oben aufgeführten Pflanzenarten. Machen Sie damit Ihren Garten interessant für die nützlichen Insekten und fördern Sie die biologische und wirkungsvolle Universalwaffe gegen Blattläuse. Übrigens: Mit einem dichten Bewuchs schützen sie die kleinen Käfer zusätzlich vor Fressfeinden wie etwa Vögel, Mäuse, Eidechsen und Spinnen. Ein Insektenhotel aus unserem Pflanzenversand bewahrt die gefräßigen Gartengesellen zusätzlich vor einem derartigen Übergriff. Hängen Sie das Insektenhotel in der Nähe der von den Käfern bevorzugten Pflanzen auf. Damit die Nützlinge und auch deren Nachwuchs genügend Wärme abbekommt, wird das Insektenhotel aus unserem Pflanzenversand in einer Höhe von 1,5 bis 2,5 m nach Süden gerichtet aufgehängt.

Die biologischen Schädlingsbekämpfer wirkungsvoll unterstützen

Um den Garten attraktiv für Marienkäfer zu machen, kann es einige Zeit dauern. Für Insekten interessante Gewächse erhalten Sie in unserem Pflanzenversand, die Larven der kleinen Nützlinge können Sie bei Bedarf auch im Internet bestellen. Bei einem starken Befall von Blattläusen hilft es, wenn Sie den Nützlingen tatkräftig unter die Arme greifen. Eine starke Population von Läusen lockt nicht nur Krankheitserreger und Fressfeinde an. Das süßliche Sekret, welches die Schädlinge absondern, wirkt auch anziehend auf Ameisen. Um an den begehrten Honigtau zu gelangen, verteidigen die Ameisen "ihre" Blattläuse gegen andere Insekten. Schon mancher Marienkäfer hat bei derartigen Attacken Beine eingebüßt. Bei einem starken Auftreten von Ameisen sollten Sie die Duftspuren der Krabbler regelmäßig beseitigen. Das erfolgt durch einen feuchten Schwamm und 1 Tropfen Essig oder Spülmittel. Wischen Sie damit den Stängel der befallenen Pflanze ab.

Der Einsatz chemischer Insektizide ist tabu

Chemische Pest- und Insektizide sollten in keinem Garten eingesetzt werden. Blattläuse können bei wiederholtem Einsatz eine Resistenz gegen die Mittel entwickeln. Hinzu kommt, dass sich die Population der Schädlinge durch ihre rasante Vermehrung schnell erholt. Ganz im Gegensatz zu deren Fressfeinden. Marienkäfer nehmen über die Nahrungsaufnahme eine wesentlich höhere Giftkonzentration zu sich. Darüber hinaus sind auch andere Nützlinge, wie etwa Florfliegen, Bienen und Co. von dem Gift betroffen. Holen Sie sich in unserem Pflanzenversand Tipps und Anregungen für eine naturnahe Bepflanzung Ihres Gartens. Neben den Stauden und Kräutern erhalten Sie auch das Insektenhotel für die Nützlinge. Übrigens: Ein Insektenhotel wird auch von anderen Nützlingen wie etwa Solitärbienen oder Ohrenkneifer gern angenommen.