Vielseitige Pflanze

Viele Menschen kennen Andenbeeren nur aus dem Supermarkt. Dabei lässt sich die Pflanze mit den vitaminreichen Früchten, die von einer pergamentartigen Lampionhülle umgeben sind, ohne größeren Aufwand im eigenen Garten kultivieren. Kapstachelbeeren, umgangssprachlich vielen als Physalis bekannt, stammt ursprünglich aus Südamerika. Auf den ersten Blick könnte man das mehrjährige Gewächs leicht mit "Lampionblumen" verwechseln, im Gegensatz dazu sind Physalis nicht giftig. Vielmehr bereichern die Früchte die kulinarische Vielfalt in der heimischen Küche. Die unter anderem als Korallenkirschen, Golden Berry, Inkapflaumen und peruanische Blasenkirschen bezeichneten Pflanzen sind Halbsträucher und Mitglied der artenreichen Familie der Nachtschattengewächse. Unter idealen Bedingungen kann Physalis Peruviana eine Wuchshöhe von über 1,5 m erreichen. In unserem Gartenversand erhalten Sie vitale Kapstachelbeeren. Holen Sie sich ein Stück Peru in den Garten.

Anspruchslos und robust

Der Anbau bzw. die Kultivierung von Physalis ist leicht. Die Pflanzen sind anspruchslos und stellen keine speziellen Anforderungen an den passionierten Hobbygärtner. Um das Wachstum und die Ausbildung der aromatischen Früchte zu fördern, ist ein sonniger, warmer und windgeschützter Standort wichtig. Physalis Peruviana ist nicht winterhart und reagiert bereits empfindlich auf einstellige Temperaturen. Aus diesem Grund sollten Sie die Andenbeere aus unserem Pflanzenversand erst nach den Eisheiligen ins Freiland umsiedeln. Gewöhnen Sie das Gewächs nach dem Kauf langsam an die klimatischen Verhältnisse in Ihrem Garten. Schattige bzw. dunkle Pflanzorte kommen für die Physalis nicht infrage. Die Blütenbildung leidet sichtbar darunter, gleichzeitig sinkt die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten und Pilzerregern.

Im Garten harmonieren Kapstachelbeeren gut mit Ziergräsern und großen Blumen, wie beispielsweise Liliengewächsen. Eine dauerhafte bzw. ganzjährige Kultivierung im Beet ist schwierig. Wie schon erwähnt, können Frost und niedrige Temperaturen der südamerikanischen Pflanze Schaden zufügen. Wer die Gewächse im Spätsommer nicht ausgraben möchte, sollte auf größere Kübel zurückgreifen. Diese sind transportabel und erleichtern die Umsiedlung der Physalis. Wird das Gewächs ins Beet umgesetzt, sollte ein Mindestabstand von ca. 50 cm zwischen den einzelnen Exemplaren eingehalten werden. Die Andenbeere ist sehr wuchsfreudig. Fühlt sich die Pflanze aus ausgewähltem Standort wohl und passen die Pflegebedingungen, zeigt sie dies durch die starke Ausbildung von Trieben. Es ist empfehlenswert, Physalis Peruviana mit einer Rankhilfe abzustützen. Das beugt Schäden vor, die durch Windwurf entstehen könnten. Als abstützende Hilfe haben sich beispielsweise Spaliere oder Hölzer bewährt. Auch Gartenzäune und Balkongitter können dafür zweckentfremdet werden. In unserem Onlineshop erhalten Sie bei Bedarf das notwendige Zubehör.

Pflege und Ernte

Das Substrat darf bei den Pflanzen mit den essbaren Früchten nicht austrocknen. An heißen Sommertagen ist es hilfreich, am Vormittag und späten Nachmittag den Feuchtigkeitsgehalt des Bodens zu überprüfen. Wenn es notwendig ist, wird unverzüglich nachgegossen. Relativ anspruchslos zeigt sich die Andenbeere beim Thema "Düngen". Die Pflanzen gehören zu den Schwachzehrern. Geringe Mengen von herkömmlichem Blumen- bzw. Tomatendünger reichen beispielsweise aus, um den Nährstoffbedarf der Physalis zu decken. Gedüngt wird von März bis Mitte August. In Peru gibt es keine Vegetationspause. Im Wintergarten ist es möglich, die Pflanze auch im Winter zum Wachstum anzuregen. Der Nachteil: Gewöhnt sich die Inkapflaume an die dort herrschenden Bedingungen, ist es schwierig, sie im Mai in den Garten umzusetzen. Es ist ratsam, den Halbstrauch im Spätsommer auf den Winter vorzubereiten und das Düngen komplett einzustellen.

Zwischen August und September beginnt die Fruchtreife der orangefarbenen, leicht säuerlichen Beeren. Den besten Erntezeitpunkt erkennt man daran, dass die äußere Hülle vertrocknet und sich pergamentartig anfühlt. Werden die Früchte nicht unmittelbar verzehrt, sollte die äußere Schicht nicht entfernt werden. Auf diese Weise sind die Andenbeeren über mehrere Wochen hinweg haltbar, auch ohne Kühlung. Das Nachreifen der Früchte am abgeschnittenen Ast bzw. im Haus ist möglich. Die Hülle darf dafür nicht entfernt werden.

Überwintern und schneiden

Physalis Peruviana ist robust bei ihrer Pflege und verzeiht Fehler schnell. Umso empfindlicher reagiert die Pflanze auf kalte Temperaturen. Eine dicke Schicht Rindenmulch und ein spezielles Vlies sind kein Garant dafür, dass die Südamerikanerin im Freiland den Winter unbeschadet übersteht. Überwintert wird in einem frostsicheren Raum. Wird die Pflanze in der kalten Jahreszeit komplett geschnitten, benötigt sie kein Licht. So gibt sich die Korallenkirsche beispielsweise mit einem Platz im dunklen Keller zufrieden. Bei einem Rückschnitt im Frühjahr ist ein heller Raum notwendig. Sonnenlicht und aktive Heizquellen meiden. Gegen gelegentliches Gießen hat Physalis nichts einzuwenden. Die Temperatur beim Überwintern sollte zwischen 8° und 15° Grad liegen.

Wird die Inkapflaume in hellen Räumen überwintert, droht Gefahr von Spinnmilben. Die kleinen Schädlinge bevorzugen trockene, warme Raumluft. Typische Symptome eines Befalls sind die silbrig glänzenden, spinnwebenartigen Netze der Milben und eine Verfärbung der Blätter. Die Bekämpfung ist langwierig, lässt sich aber mit einfachen Hausmitteln durchführen. Im ersten Schritt sollte beispielsweise die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöht werden.

Eine gesunde Physalis treibt im Frühjahr verstärkt aus. Ein Formschnitt ist nicht notwendig, aber ein starker Rückschnitt. Im Herbst wird das Gewächs zurückgeschnitten, nur ein kleiner Teil des Haupttriebs bleibt bestehen. Erfolgt die Maßnahme im Frühjahr, wird die Andenbeere um knapp 1/3 eingekürzt. Dies ist der ideale Zeitpunkt, um die Kapstachelbeere in frisches Substrat bzw. ein größeres Pflanzgefäß umzusetzen. Um das Wachstum der peruanischen Blasenkirsche aus unserem Pflanzenversand einigermaßen in den Griff zu bekommen, lohnt sich gelegentlich das leichte Einkürzen der Wurzeln. Die dickeren Wurzelstränge dürfen bei dieser Maßnahme nicht beschädigt werden.