Endlich ist wieder Spargelzeit. Banaler Weise gibt es dafür keinen festen Termin, aber in der Regel gibt es jedes Jahr Ende April den ersten, frischen Spargel.
Dabei ist besonders die Spargelernte allein vom Wetter abhängig. Während in besonders warmen Jahren die Ernte deutlich früher beginnt, muss man bei kaltem und wechselhaften Aprilwetter deutlich länger auf den ersten Spargel auf dem Teller warten.

Aber wie lange können wir nun die gesunden Spargelstangen geniessen? Traditionell endet die Saison für Spargel in jedem Jahr am 24. Juni, dem Johannistag. Nach diesem Datum wird kaum noch Spargel gestochen, weshalb der Tag im Sprachgebrauch auch von vielen Menschen als Spargelsilvester bezeichnet wird. Natürlich könnte der Spargel deutlich länger geerntet werden, dass würde aber bedeuten, dass die neue Saison deutlich magerer ausfällt. Immerhin bleibt genug Zeit, für viel Genuss und leckere Gerichte.

Für den perfekten Geschmack, gehört der Spargel am besten direkt nach dem Stechen auf den Tisch. Allerdings kann er auch bedenkenlos 2-3 Tage im Kühlschrank gelagert werden. Dazu wickelt man die Spargelstangen einfach in ein feuchtes Handtuch.

Wie lange genau sollte der Spargel gekocht werden?

Gerade bei dieser Frage scheiden sich bei eingefleischten Spargelfans regelmäßig die Geister. Hier gibt es immer wieder neue Tipps und Tricks, wie lange Spargel gekocht werden sollte. Natürlich kommt es in diesem Fall darauf an, wie man sich die Konsistenz wünscht. Butterweiche Spargelstangen benötigen deutlich länger, als die bissfeste Variante. Grundsätzlich sollten die Spargelstangen jedoch in kochendes Wasser gegeben werden. Nun werden sie gut 10 Minuten lang gekocht, bevor der erste Gabeltest erfolgt. Dazu legt man einfach eine Spargelstange quer auf eine Gabel. Wenn sich der Spargel etwa zu einem rechten Winkel biegt, ist der Spargel perfekt. Natürlich sollte man beachten, dass dickere Spargelstangen deutlich länger im Wasserbad benötigen. Im Zweifelsfall hilft natürlich immer der Geschmackstest. Ein Stückchen Butter im Wasser sorgt übrigens für einen ganz besonderen Geschmack.

Spargel lässt sich übrigens sehr einfach kochen. Hierfür braucht es kaum Utensilien. Lediglich ein Spargelschäfer sollte vorrätig sein, denn damit lassen sich die Spargelstangen besonders fein schälen. Wer es gerne eleganter mag, kann sich natürlich auch einen Spargeltopf und eine Spargelzange zulegen. Damit lassen sich die Stangen nicht nur perfekt kochen, sondern auch sehr schick servieren.
Spargel ist übrigens auch für die gesunde Ernährung hervorragend geeignet und passt sogar perfekt in jeden Diätplan. Mit nur 20 Kalorien pro 100 Gramm, ist er ein echtes Leichtgewicht und dazu auch noch sehr gesund. Frischer Spargel stärkt nämlich auch das körpereigene Immunsystem, da er über viele Mineralien, Vitamine und wichtige Spurenelemente verfügt.

Grüner Spargel erobert die Teller

Lange Zeit zählte der weiße Spargel zu den beliebtesten Sorten auf dem Teller, obwohl unsere Vorfahren noch vor 200 Jahren nur die grüne Variante kannten. Nun holt grüner Spargel aber ordentlich Punkte auf, denn dieser hat nicht nur für das Auge ordentlich was zu bieten.

Spargelbauer erleben im Moment eine kleine Revolution auf dem Spargelmarkt und passen Ihren Anbau dementsprechend an. Der grüne Spargel selbst stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wird bevorzugt in Italien, Spanien und Frankreich verzehrt.
Da er von besonders vielen Ländern angebaut wird, ist er eigentlich das gesamte Jahr über zu haben. Er schmeckt etwas kräftiger, als der bekannte, weiße Spargel und passt aus diesem Grund hervorragend zu mediterraner, leichter Küche. Auch in Salaten macht sich grüner Spargel besonders gut.

Wo genau liegt der Unterschied zwischen weißem und grünen Spargel

Ganz einfach gesagt: Weißer Spargel wächst unterirdisch und wird erst gestochen, nachdem er seinen "Kopf" aus der Erde streckt. Grünspargel dagegen wächst in der Sonne und wird auch nicht angehäufelt. Grün wird er schliesslich durch die Photosynthese, denn in der Sonne bildet er alle Stoffe, die er benötigt, um die markante Grünfärbung zu erreichen. Der grüne Spargel bildet eine deutlich dünnere Haut und wächst auch viel schneller als andere Spargelsorten. Aus diesem Grund kann man ihn auch bei der Zubereitung einfacher schälen. Viele verzichten jedoch komplett darauf, indem sie das untere Ende der grünen Spargelstange einfach abschneiden.
Es gibt aber noch einen weiteren Punkt, der absolut für grünen Spargel spricht. Er besitzt nämlich deutlich mehr Vitamine und Inhaltsstoffe als die weiße Variante. Auch der Geschmack des grünen Spargels unterscheidet sich. Dies kann am besten mit dem Unterschied zwischen Blumenkohl mit Brokkoli verglichen werden. Weißer Spargel schmeckt deutlich weicher und milder, während grüner Spargel einen intensiveren Geschmack hat und auch bissfester ist.

Weißer Spargel - ein Leben fern der Sonne

Weißer Spargel, oder auch Bleichspargel genannt, wächst unter der Erde und meidet die Sonne. Er wird erst gestochen, nachdem er mit Licht in Berührung kam. Auf den klassischen Spargelfeldern erkennt man den weißen Spargel meist an den langen Erdhaufen, die dazu dienen, dass der Spargel lange wachsen kann, ohne mit Licht in Berührung zu kommen. Oft werden die Felder zusätzlich noch mit schwarzer Folie abgedeckt. Das soll bei Sonneneinstrahlung die darunter liegende Erde erwärmen, wodurch der Spargel deutlich schneller wachsen kann.

Weltweit gibt es übrigens über 220 Arten des klassischen Gemüsespargels. In Europa erfreuen wir uns jedoch hauptsächlich an der weißen und grünen Sorte. Auf eine leckere Spargelsaison!