Mitte des 16. Jahrhunderts gelangten die ersten Tulpen aus dem asiatischen Raum nach Wien. Neue Sorten wurden gezüchtet und der Botaniker Carolus Clusius führte die stolzen Blumenzwiebeln auch in den Niederlanden ein. Hier wurden die Blumen bald zum Statussymbol der wohlhabenden Bürger. Eine regelrechte Tulpenmanie begann. Gigantische Summen wurden für Tulpenzwiebeln bezahlt. So wurde eine einzige Zwiebel für 10 000 Gulden gehandelt – ein Handwerker verdiente zur damaligen Zeit nur 250 Gulden im Jahr! Die Tulpen-Spekulationen wurde jedoch zu sehr ausgereizt und der Tulpenmarkt brach im Jahre 1637 schlagartig zusammen – Der erste Börsenkrach dank oder aufgrund einer Blume.

Jetzt ist Pflanzzeit

Bis heute geblieben ist die Faszination der Tulpen - glücklicherweise nicht ihr hoher Preis! Wer sich auch an den Blütenschönheiten erfreuen möchte, bringt im September/Oktober die Zwiebeln in die Erde. Gepflanzt werden die Zwiebeln doppelt so tief wie sie hoch sind. TIPP: Am besten setzen Sie immer mehrere Ziebeln in einen Korb aus Draht oder Kunststoff und graben den Korb samt Zwiebeln ein. So sind die Tulpen vor Wühlmaus-Angriffen geschützt. Neue Kraft gibt eine Düngergabe mit speziellen Blumenzwiebeldünger zur Herbstzeit und im Frühjahr, vor dem Austrieb.

Ausgefallene Schönheiten

Tulpen mit ungewöhnlichen Blütenformen oder Farben sorgen für ganz besondere Highlights im Garten. Herrlich romantisch wirken Sorten mit gefüllten Blüten in Pastellfarben wie ‘Peach Blossom’ und ‘Angelique’ in Rosa, sowie ‘Lilac Perfection’ in samtigem Violett.
Feurige Farben bringen Tulpen in Gelb, Orange der Rot ins Beet wie die gefüllte Sorte ‘Orange Princess’, die rotgelbe, gefüllte ‘Monsella’ oder die orange blühende ‘Sensual Touch’, die gezackte Blütenblätter bildet.
Immer wieder für Aussehen sorgen die so genannten Papageien-Tulpen, die gewellte, eingeschnittene Blütenblätter tragen.

Spätblühende Sorten, die erst ab Mai ihre Blüten öffnen, können den Garten zeitgleich mit der Blüten von vielen anderen frühjahrblühenden Stauden und Sträuchern schmücken. Zu weißen Rhododendren passt zum Beispiel die päonienblütige, rotweiß blühende Sorte ‘Drumline’. Gemeinsam mit blauvioletten Akeleien bildet die Sorte ‘Shirley’, deren weiße gezackte Blüten einen feinen violetten Rand haben, ein eindrucksvolles Duo. Perfekt zu weiß blühenden Frühlingssträuchern wie der weißen Forsythie passt die neue Tulpensorte ‘Ice Cream’, deren Blüten wirklich wie kleine Eistüten aussehen. Ein toller Kontrast zu gelben Forsythien bilden die fast schwarzen Blüten von ‘Black Hero’ oder die rot-gelben Blüten der Greigii-Tulpe ‘Miskodeed’.

Die Mischung macht‘s

Wer sich schnell und einfach gut funktionierende Tulpen-Kombinationen in den Garten holen möchte, kann auf fertige Mischungen zurückgreifen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Halloween-Mischung in Orange und Schwarz? Oder einer Kombination aus pastellfarbenen Triumph-Tulpen. Für die Bepflanzung von Töpfen oder Balkonkästen bieten sich Mischungen aus kleinen Tulpen an, zum Beispiel in Rot, Gelb und Weiß.