Während für normale Steckzwiebeln im Herbst die Erntesaison beginnt, werden Wintersteckzwiebeln erst jetzt gesteckt und ergänzen die Sommerzwiebeln perfekt. Werden Ende September bis Anfang Oktober die Sorten in die Erde gesetzt, können Sie im zeitigen Frühjahr bereits würzige Zwiebeln ernten. In unserem Pflanzenversand haben wir gelbe, rote und weiße Wintersteckzwiebeln, die sich nicht nur in ihrer Farbe, sondern auch in ihrer Schärfe deutlich voneinander unterscheiden.

Für die zeitige Ernte im Frühjahr

Während Sie die Sommerzwiebeln ab Mai in die Erde stecken, können Sie gleichzeitig die ersten Steckzwiebeln ernten. Diese versorgen Sie bis weit in den August hinein mit ihren würzigen Zwiebeln. Achten Sie bei der Wahl des Standortes darauf, dass in den Jahren zuvor weder Knoblauch, Lauch oder Schnittlauch auf dem Beet wuchs, damit Sie Krankheiten wie Wurzelfäule oder Mehlkrankheit vorbeugen. Als Vorbereitung für das Pflanzen der Wintersteckzwiebeln lockern Sie den Boden auf. Die Zwiebeln mögen es, wenn sie auf ein Beet gepflanzt werden, auf dem vorher Gemüse wuchs und das dafür mit Kompost angereichert wurde. Falls nicht, können Sie noch ein wenig reifen Kompost ins Beet einarbeiten, bevor die Steckzwiebeln in die Erde kommen. Da die Zwiebeln zu den Mittelzehrern gehört, braucht sie zwar etwas Nährstoffe, mag jedoch weder ein Überangebot, noch einen Mangel. Die Steckzwiebeln werden ungefähr drei Zentimeter tief und mit acht Zentimeter Abstand in die Erde gesteckt. Da der Boden im Herbst noch schön warm ist, wachsen sie gut an. Sobald die Steckzwiebeln aus der Erde spitzen, können Sie die Pflanzen anhäufeln, um sie besser vor tiefen Frösten zu schützen.

Für den Anbau im Winter geeignet

Wintersteckzwiebeln sind spezielle Zwiebelsorten, die für den Anbau im Winter entsprechend geeignet sind. Sie kommen mit deutlich weniger Licht aus und vertragen selbst Frost problemlos. Eine normale Zwiebel möchte sich gerne zwölf Stunden täglich ins Helle recken, aber so viel Licht gibt es leider im Winter nicht. Kälte bis zu minus 10 Grad halten die Winterzwiebeln aus, sollte es deutlich frostiger werden, sollten Sie die Pflanzen entweder mit einem Vlies oder mit Tannenzweigen bedecken. Zwar ist es in den Wintermonaten oft feucht genug, sollte es jedoch längere Zeit weder regnen noch schneien, denken Sie daran, die Zwiebeln zu gießen. Sobald im zeitigen Frühjahr die Sonne scheint, recken sie sich, so dass Sie ihnen beim Wachstum fast zuschauen können. Neben gelben Zwiebelsorten, wie Senshyu Yellow gibt es die milde weiße Zwiebel Silvermoon und die intensiv-würzigen roten Electric. Übrigens: Neben den Winterzwiebeln können Sie auch Knoblauch über Winter im Garten anpflanzen.

Ab Mai junges Gemüse ernten

Wenn Sie im Herbst nicht nur die Sommerzwiebeln ernten, sondern gleichzeitig Wintersteckzwiebeln setzen, haben Sie selbst im sonst zwiebelarmen Frühjahr eine reiche Ernte. Für die Aussaat eignen sich japanische Winterzwiebeln, die bis Ende August im Boden sein sollten. Wintersteckzwiebeln hingegen können Sie bis Anfang Oktober in die Erde bringen. Sie überwintern im Garten und sollten lediglich bei strengem Frost etwas abgedeckt werden. Ab Mai können Sie die reifen Steckzwiebeln ernten, ihr Laub liefert jedoch schon vorher frische Vitamine. Dann ist zwar die Zwiebel selbst noch nicht voll ausgebildet, doch der junge Lauch würzt frische Salate und andere Frühlingsgerichte. Ihre im Vergleich zu den üblichen Sommerzwiebeln deutlich geringere Haltbarkeit ist wohl der einzige Nachteil der Winterzwiebeln. Sobald Sie die Zwiebeln ernten, sollten Sie mit dem Verzehr nicht zu lange warten.

Wintersteckzwiebeln in der Küche

Die Gemüsezwiebeln ist eine der ältesten Kulturpflanzen und wird seit mehr als 5.000 Jahren angebaut. Sie diente nicht nur als Nahrung für die Arbeiter beim Bau der ägyptischen Pyramiden, sondern auch als Opfergabe oder Zahlungsmittel, selbst die Toten bekamen Zwiebeln für ihre lange Reise in die Unterwelt ins Grab gelegt. Bis heute wird die medizinische Wirkung der Zwiebeln sehr geschätzt. Sie dient als traditionelles Hausmittel gegen Husten, wirkt gegen Insektenstiche oder Ohrenschmerzen. Dabei wirken besonders die Schwefelverbindungen, die in der Zwiebel enthalten sind - und die gleichzeitig dafür sorgen, dass beim Schneiden der Zwiebeln Tränen fließen. Paracelsus stellte im 16. Jahrhundert fest, dass eine Zwiebel eine ganze Apotheke wert sei - daran hat sich bis heute nichts geändert.